Chapeau Classique: Maximilian Kromer : Wanderer
- Wann
- Sonntag 4. Oktober 2026 18:00
- Wo
- Erbdrostenhof, Münster
- Preis
- ab 29 €
- Veranstalter
- GWK e.V.
Noch 18 Tage 5 Std. bis zum Konzert.

Künstler
Über das Konzert
Maximilian Kromer spielt am Sonntag, 4. Oktober 2026 um 18:00 Uhr in Münster. Veranstaltungsort ist Erbdrostenhof. Tickets gibt es ab 29 €.
Seufzer und Jauchzen, Eleganz und Melancholie, Virtuosität und Einfachheit, Ambivalenz, Monumentalität: Kongenial stellt Max Kromer aus Wien, Gewinner des Internationalen Schubert Wettbewerbs Dortmund 2025, Schubert, „den Wanderer“, und Liszt, dessen Verehrer und Verwandler, ins Zentrum seines Programms.
Zu seinem 200. Todestag 2027 erweist er zudem Beethoven die Reverenz. Seine heitere Es-Dur-Sonate erscheint hier, im Kontext des „Wanderer“-Programms, wie ein Vorschein des „hoffnungsgrünen Landes“ aus Schuberts Lied „Der Wanderer“. Hat Beethoven mit ihr 1802 – im Jahr des „Heiligenstädter Testaments“, eines Briefes, in dem der 32-Jährige seine Verzweiflung über seine fortschreitende Taubheit und seine Suizidgedanken, zugleich aber seine Entschlossenheit, für die Kunst weiterzuleben, offenbart – seiner Depression getrotzt?
„O Land, wo bist du? …“ und „Ich bin ein Fremdling überall“: Schuberts monumentaler Wanderer-Fantasie mit dem kraftstrotzend-optimistischen Beginn in C-Dur, der am Ende in romantischer Ironie rekapituliert wird, liegt sein Lied „Der Wanderer“ zugrunde. Ausdruck des Zeitgeists im Metternichschen Überwachungsstaat, der Sehnsucht nach Beheimatung in der Heimat, ist das Lied zugleich Darstellung existenzieller Fremdheit. Der „Wanderer“ sehnt sich nach metaphysischem Obdach, einer Natur, die verständlich zu ihm spricht, und menschlichem Verstanden-Werden, auch als Künstler, nach dem Glück. Dabei gibt er seiner Melancholie Ausdruck, die aus dem Wissen kommt, dass das Land, „das meine Sprache spricht“, „wo meine Rosen blühn“, so utopisch ist wie die Auferstehung der Toten. Wie sein Lied, bleibt Schuberts C-Dur-Fantasie aktuell: „Dort, wo du nicht bist, ist das Glück.“
Mit der Wanderer-Fantasie komponierte Schubert sein Lied in „seiner Sprache“ orchestral aus. Liszt transformiert seine Lieder in brillante Konzertstücke in seiner eigenen Sprache, weil er Schubert zutiefst bewunderte. Dessen Liedkunst wollte er auf seine Weise zum Blühen bringen und den Zeitgenossen vermitteln. Auch Liszts „Soirées de Vienne“ sind eine Liebeserklärung an Schubert, inspiriert durch dessen „Valses nobles“, die Max Kromer gekonnt in sein Programm einstreut: äußerlich schlichte und tänzerische, von edler Schwermut grundierte Charakterminiaturen.
PROGRAMM:
Wanderer
Franz Schubert (1797–1828): Valses Nobles D. 969, 1-3
Franz Schubert/Franz Liszt (1811–1886): Sei mir gegrüßt, Gretchen am Spinnrade, Ständchen (Liedbearbeitungen)
Franz Schubert: Valses Nobles D. 969, 4-6
Ludwig van Beethoven (1770–1827): Klaviersonate in Es-Dur, op. 31/3
Franz Schubert: Valses Nobles D. 969, 7-9
Franz Liszt: Soirées de Vienne 4,6,9
Franz Schubert: Valses Nobles D. 969, 10-12
Franz Schubert: Wanderer-Fantasie in C-Dur, op. 15, D. 760
Maximilian Kromer Klavier
Zu seinem 200. Todestag 2027 erweist er zudem Beethoven die Reverenz. Seine heitere Es-Dur-Sonate erscheint hier, im Kontext des „Wanderer“-Programms, wie ein Vorschein des „hoffnungsgrünen Landes“ aus Schuberts Lied „Der Wanderer“. Hat Beethoven mit ihr 1802 – im Jahr des „Heiligenstädter Testaments“, eines Briefes, in dem der 32-Jährige seine Verzweiflung über seine fortschreitende Taubheit und seine Suizidgedanken, zugleich aber seine Entschlossenheit, für die Kunst weiterzuleben, offenbart – seiner Depression getrotzt?
„O Land, wo bist du? …“ und „Ich bin ein Fremdling überall“: Schuberts monumentaler Wanderer-Fantasie mit dem kraftstrotzend-optimistischen Beginn in C-Dur, der am Ende in romantischer Ironie rekapituliert wird, liegt sein Lied „Der Wanderer“ zugrunde. Ausdruck des Zeitgeists im Metternichschen Überwachungsstaat, der Sehnsucht nach Beheimatung in der Heimat, ist das Lied zugleich Darstellung existenzieller Fremdheit. Der „Wanderer“ sehnt sich nach metaphysischem Obdach, einer Natur, die verständlich zu ihm spricht, und menschlichem Verstanden-Werden, auch als Künstler, nach dem Glück. Dabei gibt er seiner Melancholie Ausdruck, die aus dem Wissen kommt, dass das Land, „das meine Sprache spricht“, „wo meine Rosen blühn“, so utopisch ist wie die Auferstehung der Toten. Wie sein Lied, bleibt Schuberts C-Dur-Fantasie aktuell: „Dort, wo du nicht bist, ist das Glück.“
Mit der Wanderer-Fantasie komponierte Schubert sein Lied in „seiner Sprache“ orchestral aus. Liszt transformiert seine Lieder in brillante Konzertstücke in seiner eigenen Sprache, weil er Schubert zutiefst bewunderte. Dessen Liedkunst wollte er auf seine Weise zum Blühen bringen und den Zeitgenossen vermitteln. Auch Liszts „Soirées de Vienne“ sind eine Liebeserklärung an Schubert, inspiriert durch dessen „Valses nobles“, die Max Kromer gekonnt in sein Programm einstreut: äußerlich schlichte und tänzerische, von edler Schwermut grundierte Charakterminiaturen.
PROGRAMM:
Wanderer
Franz Schubert (1797–1828): Valses Nobles D. 969, 1-3
Franz Schubert/Franz Liszt (1811–1886): Sei mir gegrüßt, Gretchen am Spinnrade, Ständchen (Liedbearbeitungen)
Franz Schubert: Valses Nobles D. 969, 4-6
Ludwig van Beethoven (1770–1827): Klaviersonate in Es-Dur, op. 31/3
Franz Schubert: Valses Nobles D. 969, 7-9
Franz Liszt: Soirées de Vienne 4,6,9
Franz Schubert: Valses Nobles D. 969, 10-12
Franz Schubert: Wanderer-Fantasie in C-Dur, op. 15, D. 760
Maximilian Kromer Klavier
Häufige Fragen
- Wann spielt Maximilian Kromer in Münster?
- Maximilian Kromer spielt am Sonntag, 4. Oktober 2026 um 18:00 Uhr in Münster.
- Wo spielt Maximilian Kromer?
- Veranstaltungsort ist Erbdrostenhof, Salzstraße 38, Münster.
- Was kosten Tickets für Maximilian Kromer in Münster?
- Tickets gibt es ab 29 €.
Anfahrt
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